Der Glückskong

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Veröffentlichung

Nov 11, 2019

Ein paar Grundlagen und Informationen zum Glückskong:

Verhalten von Hunden (und auch Menschen) ist unter anderem auch abhängig von der Ernährung. „Ein Nährstoffmangel zeigt sich immer zuerst in der Psyche„, so Linus Pauling. Kein Wunder, denn bis zu 90 % der Glückshormone werden in den Nervenzellen der Darmwand gebildet.
Somit können wir also auch über die Ernährung die Gefühlswelt unserer Hunde unterstützen. Gesunde Ernährung bringt uns Säugetiere ins Gleichgewicht.
Hunde, die ängstlich, aggressiv, unzufrieden, schlecht gelaunt (depressiv) oder übernervös sind, sind nicht glücklich. Hier können wir mit entsprechender Nahrung ein wenig nachhelfen. Daraus entstand die Idee des Glückskongs.

Serotoninmangel macht schlechte Laune, dieses Hormon kann nicht über Wundermittel eingenommen werden, sondern das Gehirn muss es selbst produzieren.
Um Serotonin zu bilden, benötigt der Körper ein paar Grundstoffe, z. B. Tryptophan in Verbindung mit Kohlenhydraten. Das Tryptophan ist die Ausgangssubtanz für die Bildung des stimmungsaufhellenden Serotonins. Damit dieses gut vom Blut ins Gehirn kommt, sollten gleichzeitig Kohlenhydrate gegeben werden.
Glucose wirkt sich auf das Gehirn und seine Leistung mehr als bereichernd aus.

Das Rezept zum Glück

Dieses Rezept enthält keine Mengenangaben, da es auf die unterschiedlichen Komponenten ankommt und nicht zwingend auf die prozentuale Gewichtung.

Man nehme:

  • Banane
  • Quark
  • gekochte Kartoffeln oder/ und Haferflocken
  • Cashewkerne (gemahlen, muss man selbst mahlen, gibt es im Handel nicht zu kaufen)
  • Leinöl oder Lachsöl

und zerkleinere und vermische es. Danach schmiert man es in ein Futterspielzeug (z. B. einen Kong) und gebe es dem Hund zum Schlecken. Gerne darf der Kong auch mit der Füllung eingefroren werden. Beim Ausschlabbern des Leckspielzeugs muss sich der Hund sein Fressen spielerisch erarbeiten. Das macht müde und zufrieden.

Hier noch eine kleine Liste mit tryptophanreichen Nahrungsmitteln, die je nach Vorlieben des Hundes gerne variiert werden können.
Schaut doch mal, was Ihr so zuhause habt. Bitte aber immer darauf achten, dass die Kohlenhydrate gleichzeitig verabreicht werden. Diese Kohlenhydrate sollen nun aber nicht Mais, Soja oder Weizen sein, diese enthalten Tyrosin, das mit Tryptophan in Konkurrenz steht.

Sehr viel Tryptophan enthalten (jeweils auf 100g):

  • Cashewkerne (450 mg)
  • Ei gekocht (230 mg)
  • Haselnüsse (200 mg)
  • Haferflocken (200 mg)
  • Mandeln (170 mg)
  • Quark 40% (170 mg)
  • Emmentaler (460 mg)
  • Edamer (400 mg)
  • Bananen(18 mg)/hier aber als Glucoseträger
  • Thunfisch (300 mg)
  • Hühnerbrust (270 mg)
  • Rindfleisch (270 mg)
  • weitere umfassendere Listen sind im WWW zu finden.

Dieses Rezept ist nur als Unterstützung und nicht als Allheilmittel zu sehen und ersetzt keineswegs ein an die Situation angepasstes Training. Auch spielen noch viele weitere Faktoren bei der Fütterung eine Rolle. Man muss es ein bisschen sehen wie die Tafel Schokolade für den Menschen, diese macht auch glücklich. Ändert aber nicht die Lebensumstände, die unglücklich machen. Ausreichende Bewegung und artgerechte Beschäftigung gehören ebenfalls dazu.

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