Es gibt viele Produkte, die Hunde mit Arthrose, Rücken- oder Gelenkerkrankungen sinnvoll unterstützen können. Sie ersetzen keine tierärztliche Behandlung, können aber helfen, Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu regulieren, Beweglichkeit zu fördern und die Lebensqualität deutlich zu verbessern. Hier nun ein Blick darauf was du tun kannst auch mit Nahrungsergänzungen und Zusätzen die den Alltag erleichtern können und oft helfen Medikamente zu sparen.
Die Basis: Ernährung und Gewichtsmanagement
Bevor man über Ergänzungen oder spezielle Produkte spricht, muss immer zuerst die Ernährung betrachtet werden. Diese wird zu oft unterschätzt kann aber präventiv und langfristig unglaublich viel leisten. Ein gutes Gewichtsmanagement ist bei orthopädischen Erkrankungen entscheidend, denn jedes überflüssige Kilo bedeutet zusätzliche Belastung für Gelenke und Wirbelsäule.
Das Futter sollte:
bedarfsdeckend und hochverdaulich sein
viele entzündungshemmende Komponenten enthalten
den Stoffwechsel nicht unnötig belasten
Gerade bei chronischen Gelenkproblemen kann eine angepasste Ernährung bereits spürbare Entlastung bringen.
Das 4-Säulen-Prinzip bei orthopädischen Erkrankungen
In meiner Gesundheitsberatung arbeite ich bei Erkrankungen des Bewegungsapparates gerne mit einem Vier-Säulen-Prinzip. Jede Säule ist wichtig, aber erst das Zusammenspiel ergibt ein sinnvolles und nachhaltiges Management.
Die vier Säulen sind:
Unterstützung des Stoffwechsels zur Ausleitung von Entzündungs- und Abbauprodukten
Entzündungshemmung
Schmerzlinderung
Muskelentspannung
Nur wenn alle Bereiche berücksichtigt werden, lässt sich der Teufelskreis aus Schmerz, Schonhaltung, Verspannung und weiterer Verschlechterung durchbrechen. Jedes Puzzleteil ist wichtig.
Nahrungsergänzungen gezielt einsetzen
Zusätzlich zur Ernährung können angepasste Nahrungsergänzungen die genannten Säulen sehr wirkungsvoll unterstützen. Dazu gibt es mittlerweile nicht nur im Humanbereich, sondern auch für Hunde zahlreiche Untersuchungen. Mein Ziel in der Gesundheitsberatung ist es, den Hund so zu begleiten, dass seine Lebensqualität möglichst lange erhalten bleibt. Dazu gehört auch der Einsatz von tierärztlich verordneten Analgetika – aber so wenig wie möglich und so viel wie nötig, um Nebenwirkungen gering zu halten.
An Schmerzmitteln zu sparen ist jedoch keine Lösung. Hunde zeigen Schmerzen oft sehr subtil und vielfältig. Eine gute tiermedizinische und engmaschige Betreuung ist bei Erkrankungen des Gelenkapparat unerlässlich.
|
Säule 2: Entzündungen regulieren
Zur Regulation entzündlicher Prozesse haben sich verschiedene naturheilkundliche Wirkstoffe bewährt:
Weidenrinde (Salix spp.) enthält Salicin, eine Vorstufe der Salicylsäure. Diese wirkt analgetisch, antipyretisch und entzündungshemmend.
Weihrauch (Boswellia serrata): Die enthaltenen Boswelliasäuren hemmen die 5-Lipoxygenase und damit die Bildung entzündungsfördernder Leukotriene. Dies führt zu einer Reduktion der Gelenkentzündung, kann degenerativen Knorpelprozessen entgegenwirken und wirkt zusätzlich antioxidativ sowie durchblutungsfördernd.
Vitamin C (z. B. aus Hagebutte) wirkt als Antioxidans, reduziert Entzündungsmarker und ist essenziell für die Kollagensynthese von Knorpel, Sehnen und Bändern. Obwohl Hunde Vitamin C selbst synthetisieren können, ist der Bedarf bei entzündlichen oder degenerativen Erkrankungen erhöht, sodass eine Supplementierung sinnvoll sein kann.
Omega-3-Fettsäuren (EPA & DHA) wirken entzündungshemmend, verlangsamen den Abbau von Gelenkknorpel und unterstützen die Bildung der gelenkschützenden Synovialflüssigkeit. In therapeutischer Dosierung können sie helfen, Schmerzen zu reduzieren und den Einsatz klassischer Schmerzmittel zu verringern.
Vitamin E ist bei Gelenkentzündungen besonders wichtig, da dabei vermehrt freie Radikale entstehen. Als fettlösliches Antioxidans schützt es die Zellen vor oxidativem Stress und kann Entzündungen, Schmerzen und Schwellungen positiv beeinflussen
Hagebuttenpulver und Weihrauch bekommst du auch bei Pernaturam in sehr guter Qualiät. Bei den Omega 3 Fetftsäuren hat sich Algenöl bewährt, das bekommst du zum Beispiel bei Napfcheck, klick hier
Zum Algenöl habe ich einen extra Artkel verfasst, lies da mal rein.
Säule 3: Schmerzlinderung – individuell und verantwortungsvoll
Die Schmerzlinderung sollte immer individuell erfolgen. Bewährt hat sich eine Kombination aus tierärztlichen Analgetika und phytotherapeutischen Produkten. Je nach Stadium der Erkrankung sollte man sich vortasten, immer in Absprache mit dem behandlenden Tierarzt
Häufig eingesetzte Pflanzen sind:
Weidenrinde: Ihr Hauptwirkstoff Salicin ist eine Vorstufe der Acetylsalicylsäure. Er wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend und entzündungshemmend.
Teufelskralle: Der Wirkstoff Harpagosid besitzt ebenfalls entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften.
Ingwer: Seine wichtigsten Inhaltsstoffe (Gingerole und Shogaole) können Entzündungen lindern, Schmerzen reduzieren und die Durchblutung fördern
Aber ganz wichtig: Auch Pflanzen haben Nebenwirkungen. Die Teufelskralle ist zum Beispiel nicht geeignet für Hunde mit empfindlichem Magen.
Es gibt kein Schema F.
Jeder Hund ist individuell – Konstitution, Vorerkrankungen und aktuelle Situation müssen immer berücksichtigt werden. Du kannst bei leichte Fällen Kombinationspräparate aus verschiedenen Pflanzenextrakten, ausprobieren, wie zum Beispiel:
Puur Dolor ist eine Tinktur aus
Ingwer, Süßholz, Hopfen, Panax Ginseng, Goldmohn, Lavendel, javanische Kurkumawurzel und Chili. Gelöst in Alkohol, aber Hunde benötigen
1-2x täglich nur 5-20 Tropfen ( je nach KG). Hier kannst du es kaufen.
PlantaVetDolor enthält: Weidenrinde, Ginkgo, Hanf, Hagebutte, Apfelsaftkonzentrat gelöst in Glycerin. Davon benötigen die Hunde wieder etwas mehr 1ml/kg KG. Das bekommst du hier.
|