Die Kastration einer Hündin - eine persönliche Erfahrung

Es gibt viele Gründe für, und noch viel mehr gegen eine Kastration. Wir mussten uns leider dafür entscheiden. Unsere Dobermannhündin hatte immer sehr stark mit Scheinmutterschaft und -trächtigkeit zu kämpfen. Auch hatte sie die letzten beiden Läufigkeiten ineinander übergehend, olso ohne Pause. Bei 2 Läufigkeiten jährlich, die jeweils mit starken Stimmungsschwankungen etc. einher gingen, haben wir den Entschluss gefasst sie kastrieren zu lassen.
Wir haben damit gewartet bis sie 
3 Jahre alt war und die soziale Reife (Adoleszenz) sollte abgeschlossen war.

In der Vergangenheit hatten wir 3 Damen, eine wurde relativ früh kastriert (nach der ersten Läufigkeit), eine ist 3 Tage nach der KastrationsOP verstorben und die dritte bekam mit 8 Jahren eine Gebärmuttervereiterung und musste ein Notoperation überstehen. Aufgrund dieser Erfahrungen haben wir uns sehr gut informiert und wollten eine möglichst schonende Operation.

Die Entscheidung fiel auf eine Klinik in Meerbusch die sich auf minimal invasive Operationsmethoden spezialisiert haben. Bei einer Lapraskopie ist die Zeit der Narkose verkürzt, die Schmerzen sind auf ein Minimum reduziert, Wundheilungsstörungen sehr selten und die Erholungsphase nach einer solchen OP ist wesentlich kürzer. Der große Bauchschnitt, der sonst die Schmerzen und Wundheilungsstörungen macht, fällt weg. Da die Operationsgeräte durch zwei winzige Bauschnitte eingeführt werden.

Unsere Entscheidung war richtig. Wir konnten bereits eine Stunde nach Narkoseeinleitung wieder bei unserer Hündin sein und sie beim Aufwachen aus der Narkose unterstützten. Mithilfe des Entspannungsdufts ist sie ruhig ohne zu jammern aufgewacht und hat sich sehr gefreut als sie uns erkannt hat. Es fällt einem wirklich ein Stein vom Herzen, wenn das Schwänzchen wild wackelt. Die Fahrt nachhause hat sie gut gemeistert und nach einem weiteren kleinen Mittagsschläfchen hat sie bereits wieder Spielaufforderungen gemacht und ist mit unserem Zweithund über die Wiese gelaufen.

Auf Antibiotika konnte gänzlich verzichtet werden, sie hat nur für 2 Tage ein Schmerzmittel leichtes bekommen, wollte freiwillig Treppen laufen und hat am Tag nach der OP wild getobt, so wild das wir sie stoppen mussten.
Bei der ersten Hündin haben wir 1 Woche im EG geschlafen da durch die lange Bauchnaht an ein Treppensteigen ohne Schmerzen nicht zu denken war.
Hier gab keinerlei Komplikationen, keine Wundheilungsstörung, kein Fäden ziehen. Alles sehr entspannt.
Sie ist seit diesem Tag ausgeglichen und hat keine Stimmungsschwankungen, damit ist klar das die Kastration für unsere Hündin die richtige Entscheidung war.

Wenn bei Euch eine Kastration anstehen sollte, dann empfehle ich diese Art der Methode, bei einem Tierarzt der sich darauf spezialisiert hat. Es ist zwar teurer als eine herkömmliche Operation, aber es lohnt sich.
Anbei der Link zu der Klinik in der wir waren, wir haben uns dort gut aufgehoben gefühlt. Vorab wurden wir gut aufgeklärt durften alle Fragen stellen und unsere Hündin beim Aufwachen begleiten – was selbstverständlich vorab geklärt wurde.

http://sanfte-kastration.de/

Eine Kastration beim Hund, egal ob Rüde oder Hündin sollte immer eine Einzelfallentscheidung sein. Pauschale Antworten gibt es nicht.