Der Glückskong

Heute möchten wir Euch den Glückskong vorstellen.
Dazu ein paar grundlegende Informationen:
Verhalten von Hunden (auch Menschen) ist unter anderem auch abhängig von der Ernährung. "Ein Nährstoffmangel zeigt sich immer zuerst in der Psyche", so Linus Pauling. Kein Wunder, denn 90% der Glückshormone  werden in den Nervenzellen der Darmwand gebildet.

Somit können wir also auch über die Ernährung die Gefühlswelt unserer Hunde unterstützen. Nahrungsergänzungsmittel sind ja auch bei uns Menschen ein großer Markt. Gesunde Ernährung bringt uns Säugetiere ins Gleichgewicht.
Hunde die ängstlich, aggressiv, unzufrieden, schlecht gelaunt (depressiv) oder übernervös sind, sind nicht glücklich. Hier können wir mit entsprechender Nahrung ein wenig nachhelfen. Daraus entstand die Idee des Glückskongs.

Serotoninmangel macht schlechte Laune, dieses Hormon kann nicht über Wundermittel eingenommen werden, sondern das Gehirn muss es selbst produzieren.

Um Serotonin zu bilden benötigt der Körper ein paar Grundstoffe, z.B. Trypthophan in Verbindung mit Kohlenhydraten. Das Tryptophan ist die Ausgangssubtanz für die Bildung des Stimmungsaufhellenden Serotonins, damit dieses gut vom Blut ins Gehirn kommt sollten gleichzeitig Kohlenhydrate  gegeben werden.
Glucose wirkt sich auf das Gehirn und seine Leistung mehr als bereichernd aus. Abgerundet durch Omega 3 Fettsäuren (brauchen wir für die Bildung von Zellmembranen) unterstützt das folgende Rezept auf dem Weg zum Glück.

Diese Rezept enthält keine Mengenangaben da es auf  die unterschiedlichen Komponenten ankommt und nicht auf die Prozentuale Gewichtung.

Man nehme
Banane
Quark
gekochte Kartoffeln oder/ und Haferflocken
Cashewkerne (gemahlen, muss man selbst mahlen, gibt es im Handel nicht zu kaufen)
Leinöl (Omega3 - 1 EL für 30 kg/KG täglich)

zerkleinere und vermische es, danach schmiert man es in ein Futterspielzeug und gebe es dem Hund zum schlecken. Gerne darf der Kong auch mit der Füllung eingefroren werden. Beim Ausschlabbern des Leckspielzugs muss sich der Hund sein Fressen spielerisch erarbeiten. Das macht müde und zufrieden.

Hier noch eine kleine Liste mit Tryptophanreichen Nahrungsmitteln die je nach Vorlieben des Hundes gerne variiert werden können.
Schaut doch mal was ihr so zuhause habt. Bitte aber immer darauf achten das Kohlenhydrate gleichzeitig gefüttert werden. Diese Kohlenhydrate sollen nun aber nicht Mais, Soja oder Weizen sein, diese enthalten  Tyrosin enthalten, das mit Tryptophan in Konkurrenz steht.

Sehr viel Tryptophan enthalten (jeweils auf 100g):

  • Cashewkerne (450 mg)
  • Ei gekocht(230 mg)
  • Haselnüsse (200 mg)
  • Haferflocken (200 mg)
  • Mandeln (170 mg)
  • Quark 40% (170 mg)
  • Emmentaler (460mg)
  • Edamer (400mg)
  • Bananen( 18mg) /hier aber als Glucoseträger
  • Thunfisch (300 mg)
  • Hühnerbrust (270 mg)
  • Rindfleisch (270mg)
  • weitere umfassendere Listen sind im www zu finden.

Dieses Rezept ist nur als Unterstützung und nicht als Allheilmittel zu sehen, und ersetzt keineswegs ein an die Situation angepasstes Training. Auch spielen noch viele weitere Faktoren bei der Fütterung eine Rolle. Man muss es ein bisschen sehen wie die Tafel Schokolade für den Menschen, diese macht auch glücklich. Ändert aber nicht die Lebensumstände die unglücklich machen. Ausreichende Bewegung und artgerechte Beschäftigung gehören ebenfalls dazu.
Gerne machen wir eine Rationsüberprüfung für Ihren Hund, vielleicht kann sich schon mit einigen Veränderungen bei der Fütterung eine positive Verhaltensveränderung ergeben.
Versuch macht klug!
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